Engagement

Das größere Bild

Wir verstehen uns als mehr als eine Agentur. Unsere Arbeit im Food-Bereich sehen wir mit Verantwortung verbunden. Daher haben wir Formate entwickelt, mit denen wir mehr Bewusstsein für nachhaltige und gesunde Ernährung schaffen wollen.

Sichtbarkeit für Nachhaltigkeitspioniere

Der WeltverbEsserer-Wettbewerb sucht jährlich nach Deutschlands nachhaltigsten Food-und Gastro-Konzepten. Mit dem Award möchten wir nachhaltigen Food-Unternehmen eine Bühne bieten und ihnen Gehör verschaffen.

Einfach zu gesunder Ernährung

Mit der tEATchers Academy bieten wir unterhaltsame Lernangebote im Bereich Ernährung, sowohl für Unternehmen als auch für die Öffentlichkeit. Damit möchten wir Menschen im Rahmen ihrer Beschäftigung mit Ernährung selbstbestimmtes Denken und Handeln ermöglichen.

Weniger Lebensmittelverschwendung

KOSTBares. ist unsere modulare, sofort einsatzbereite und einfach anwendbare Werkzeugkiste zur drastischen Reduktion von Lebensmittelverschwendung. Damit sparst Du Kosten im gesamten Wertschöpfungsprozess, senkst CO2-Emissionen und schonst Ressourcen.

Bühne für nachhaltige Restaurants

DAS GRÜNE SCHAF ist unser Onlinemagazin für nachhaltige Restaurantkultur. Mit der Plattform möchten wir nachhaltigen Restaurants eine Bühne bieten und ein Lifestyle-Image für nachhaltige Restaurantkultur schaffen.

Engagement

Was hat Essen
mit dem Klimawandel
zu tun?

 

Was wäre, wenn 50 % des Klimawandels durch unsere Ernährung verursacht wären?
Laut WWF Unsere ist unsere Ernährung für 1/3 der menschenverursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Etwa 70 % der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung seien auf tierische Produkte zurückzuführen. Greenpeace spricht davon, dass die weltweite Tierhaltung mit rund 20 % der Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung zählt. World Watch berechnet in seiner Studie „Livestock and Climate Change – What if the key actors in climate change are… cows, pigs, and chickens?“ den Impact der Nutzviehhaltung auf über 50 %, indem es u. a. Faktoren wie Atmung, Landnutzung, Methan, Fleischzubereitung und medizinische Behandlung von Viren tierischen Ursprungs mitzählt.

In Deutschland werden jährlich 18 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 10 Mio. Tonnen davon sind vermeidbar. In der Außer-Haus-Verpflegung konsumieren die Deutschen 70,5 kg Lebensmittel pro Jahr. Davon werden 23,6kg (35%) entsorgt. Diese Verschwendung produziert enorme Mengen gänzlich unnötiger CO2.

Ebenso tragen globale Produkte mit langen, klimaschädlichen Transportwegen und stark verarbeitete statt frische bzw. saisonale Produkte zu einem hohen CO2-Abdruck der Ernährungsindustrie bei.

Welche Zahlen man für richtig und realistisch hält, hängt bei den meisten Menschen davon ab, welche Zahlen sie für richtig halten wollen bzw. welcher Messlogik sie folgen. Ganz exakt werden wir ohnehin nicht messen können. Unabhängig von der genaueren Höhe, lässt sich eines feststellen:

Unsere Ernährung ist ein ganz wichtiger Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel.

Laut Climate Action Tracker steuern wir mit unseren aktuellen Maßnahmen bis 2100 auf eine Temperaturerhöhung um 3 Grad verglichen mit vorindustriellen Temperaturen zu.

Dass sich die Temperatur auf der Erde verändert, ist normal. Vor 50 Millionen Jahren gab es in der Arktis üppige Sumpfwälder. Doch es gibt beim aktuellen Temperaturanstieg zwei Dinge zu beachten: Erstens können wenige Grad Temperaturunterschied global für Katastrophen sorgen. So kam es auf der Erde fünf Mal zu einem Massenaussterben, vier davon waren durch Klimawandel verursacht. Zweitens ist die – in erdhistorischen Zeiten gemessene – rasante Erwärmung, die mit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert begonnen hat, vom Menschen verursacht.

Aktuell stehen wir bei +1°C gegenüber der Durchschnittstemperatur in vorindustrieller Zeit. Ein Anstieg auf +2 °C wird als die Schwelle angesehen, bei deren Überschreitung das Risiko gefährlicher Veränderungen der globalen Umwelt massiv zunimmt.

Wie genau verursachen wir den Klimawandel?

Einige Gase in der Erdatmosphäre wirken wie das Glas eines Gewächshauses: Sie lassen Sonnenwärme herein, behindern aber ihre Abstrahlung in den Weltraum. Diese Treibhausgase erwärmen die Atmosphäre.

Wir produzieren eine Menge davon: Unser Lebensstil bringt im Sommer pro Tag 200.000 Flüge in die Luft und 1.32 Milliarde Autos, LKWs und Busse auf die Straßen. Wir züchten und töten jährlich 60 Milliarden Landtiere, damit sie verspeist werden können und unser Bedarf nach Kohle, Erdöl und Erdgas steigt weiter kontinuierlich an.

Warum ist es Zeit, zu handeln?

Die Gefahr ist nicht, dass sich der Zustand unserer Umwelt und Lebensqualität durch immer mehr Treibhausgase graduell verschlechtert. Die Gefahr ist, dass die Umweltveränderungen plötzlich unumkehrbar und lebensbedrohlich werden. Die Wissenschaft spricht von Tipping Points, wenn einmal angestoßene Prozesse ohne weiteren äußeren Einfluss weiterlaufen und sich selbst verstärken.

Das Potsdam-Institut für Klimaforschung vergleicht diese Abläufe der Erde mit denen des menschlichen Körpers. Sobald bestimmte Voraussetzungen, wie beispielsweise die Sauerstoffzufuhr, nicht mehr in ausreichendem Maße erfüllt sind, verändern Organe ihre gewohnte Funktionsweise drastisch oder stellen sie gar – unumkehrbar – ein.

Was bedeutet der Klimawandel für uns?

Auf wissenschaftlicher Ebene herrscht zunehmende Einigkeit darüber, dass der Klimawandel durch seinen Einfluss auf Überlebensräume negative Auswirkungen auf die Sicherheit von Staaten und Gesellschaften hat. Wissenschaftler sagen neben häufigeren Wetterextremen, mehr hitzebedingten Todesfällen sowie Überschwemmungen und Waldbränden auch Wasser- und Nahrungsmangel und Migration bedingt durch steigendem Meeresspiegel und Naturkatastrophen vorher.

Was sind die größten Hebel für eine Änderung?

Ein Anstieg auf über 2 °C ist nicht unvermeidlich. Die meisten Emissionen sind bedingt durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Nutzviehhaltung. Ohne weiter auf die Politik zu warten, sind die vier wirksamsten Maßnahmen gegen Klimawandel, sich pflanzlich zu ernähren, das Vermeiden von Flugreisen, Verzicht auf ein Auto und weniger Kinder kriegen.

Eine Veränderung der Ernährung, das verstehen immer mehr bewusst lebende Menschen, ist die einzige Maßnahme, die für die meisten sofort ergreifbar ist und eine riesige Hebelwirkung hat.

Ein riesiges Potenzial für Food- und Gastro-Konzepte

Naturgemäß fällt es aber den meisten Menschen schwer, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Daher sind wir von Branding Cuisine überzeugt, dass die Veränderung zu mehr Nachhaltigkeit in unserer Ernährung zunächst im Angebot von Gastronomie und Lebensmittelhandel stattfinden muss.

Sie sind ein wichtiger Schlüssel für den Wandel.

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion, Gastronomie und Landwirtschaft ist facettenreich. In der Gastronomie von Plastik- auf Papierstrohhalme umzustellen, ist sinnvoll und bei der nächsten Bestellung erledigt. Ähnlich schnell erledigt ist die Einführung von Öko-Strom oder die Bestellung ökologischer Reinigungsmittel. Lebensmittelverschwendung einzugrenzen, ist komplexer, schont aber nicht nur die Umwelt, sondern spart auch eine Menge Geld.

Das Essensangebot stärker im Einklang mit der Natur zu gestalten, nützt dem Klima und stärkt – mit der richtigen Kommunikation – die Loyalität der Gäste. Wer dabei gleich Lager Fleisch vs. Vegan bildet, hat das Thema verfehlt: Zwischen einem veganen Angebot und Pommes als einzige pflanzenbasierte Speise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Gäste mitzunehmen, wie zum Beispiel eine Verschiebung der Angebotsgewichtung oder die Einführung eines fleischfreien Mittagstischs. Dabei muss neben der Qualität auch die Kommunikation stimmen.

Die Quelle für Inspiration

Gastronomie kuratiert Lebensmittel, Food-Produkte sind Botschafter von Lebensstilen, die Landwirtschaft ist Kern und Ursprung für eine nachhaltige Ernährung. Sie alle multiplizieren Nachhaltigkeit und Klimaschutz und sind für Gäste und Konsumenten eine wichtige Inspirationsquelle, die eigene Ernährung nachhaltiger zu gestalten.

Für uns alle geht es darum, im Alltag bewusste, aktive Entscheidungen zu treffen. Für den Ernährungssektor gilt es, zwischen der positiven Wirkung auf die Umwelt und dem Kommunikations- und damit Profitpotenzial die richtige Balance zu finden. Die Landwirtschaft sowie Food- und Gastro-Konzepte können in der Klimakrise eine Führungsrolle übernehmen und mit vielen kleinen Schritten einen ganz anderen Tipping Point herbeiführen: Die gesellschaftsübergreifende Änderung unserer Ernährung.